Praktiker & Max Bahr

Referenzen

Erfolgreiche Verhandlung mit mehreren Interessengruppen bei großer Restrukturierung mit der größten und umfassendsten Verwertung von Anlagevermögen in Europa.

Durch die Zahlen

Im Rahmen einer bestehenden Geschäftsbeziehung wurden wir von Praktiker mit der vollständigen Aufnahme des Inventars und des Anlagevermögens beauftragt, um Finanzierungsmöglichkeiten abzusichern. Praktiker wurde 1978 gegründet und war mit über 250 Filialen nach Marktanteil die drittgrößte Baumarktkette Deutschlands. Nach der Entscheidung, die Praktiker-Märkte auf die im Jahr 2006 von Praktiker erworbene, bekannte deutsche DIY-Marke Max Bahr umzustellen, begann das Unternehmen mit der Suche nach Refinanzierungsmöglichkeiten seiner vorhandenen Verbindlichkeiten. Leider war der Refinanzierungsversuch erfolglos, da das Unternehmen bestimmte finanzielle Meilensteine nicht erreicht hat. Dies führte dazu, dass Praktiker im Juli 2013 Insolvenzantrag stellen musste. Aufgrund unserer Beziehung zur Marke, der umfassenden Erfahrung und den fundierten Kenntnissen über die Einzelhandelsbranche waren wir bestens dafür aufgestellt, ein schnelles und effizientes Programm für die Verwertung von Vermögenswerten zur Optimierung der Erträge umzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Praktiker-Insolvenzverwalter Christopher Seagon haben wir einen beschleunigten M&A-Prozess und ein Drei-Phasen-Programm initiiert, um zunächst die 38 leistungsschwächsten Filialen, dann 118 Praktiker-Filialen und schließlich die 42 vor Kurzem in Max Bahr umbenannten Filialen zu schließen. Letztgenannte waren die profitabelsten und tragfähigsten Filialen. Im Zuge oben genannter Vorgänge wurde für die Marke Max Bahr im Juli 2013 Dr. Jens-Sören Schröder zum vorläufigen Insolvenzverwalter berufen. Wir wurden sofort vom Insolvenzverwalter beauftragt, eine Bewertung des Inventars vorzunehmen, während das Standortportfolio geprüft und ein beschleunigter M&A-Prozess initiiert wurde. Wir wurden dann beauftragt, fünf verlustbringende Filialen zu schließen und einen finanziell abgesicherten Filialschließungsvorschlag für den Fall zu unterbreiten, dass der geplante Verkauf der restlichen 73 Filialen scheitern sollte, was später auch eintrat. Wir konnten die beiden Projekte erfolgreich parallel durchführen und haben hierfür ein Team mit über 200 Experten zusammengestellt und uns mit höchster Flexibilität in den M&A-Prozess eingebracht. Wir schlugen vor, den Verkauf der Betriebs- und Geschäftsausstattung zeitgleich mit den Filialschließungen vorzunehmen, wodurch für den Verkauf des Anlagevermögens mehr Zeit zur Verfügung stand. Das finanzielle Ergebnis der Insolvenzverwalter wurde bis zu einer Höhe von mehreren Millionen Euro garantiert und abgesichert, und es wurde zudem von uns durch den Einkauf von Waren mit Artikelmengen in zweistelliger Millionenhöhe für den Verkauf in den Filialen weiter gesteigert. All das unternahmen wir auf eigene Gefahr.